Raphael Tigges hört sich Sorgen der Veranstaltungswirtschaft an

Besuch bei „Tour Service Lichtdesign“ in Halle

In der Halle mit der in Boxen verstauten Lichttechnik (v.l.): Landtagsabgeordneter Raphael Tigges, Tour Service Lichtdesign-Geschäftsführer Teddy Götz, Projektleiter Daniel Kühnpast und der wirtschaftspolitische Sprecher der Landtags-CDU, Henning Rehbaum.
In der Halle mit der in Boxen verstauten Lichttechnik (v.l.): Landtagsabgeordneter Raphael Tigges, Tour Service Lichtdesign-Geschäftsführer Teddy Götz, Projektleiter Daniel Kühnpast und der wirtschaftspolitische Sprecher der Landtags-CDU, Henning Rehbaum.

Sie ist eine der von der Coronakrise am stärksten betroffenen Branchen: Die Veranstaltungsindustrie. „Durch das bundesweit bestehende Veranstaltungsverbot ist unser Unternehmen innerhalb von 48 Stunden von 100 auf 0 Prozent runtergefahren“, sagt Daniel Kühnpast, Projektleiter der Firma Tour Service Lichtdesign. Der Landtagsabgeordnete Raphael Tigges war zusammen mit Henning Rehbaum, dem wirtschaftspolitischen Sprecher der CDU-Landtagsfraktionen, auf Einladung des Unternehmens nach Halle gekommen, um sich vor Ort über die Sorgen der Veranstaltungswirtschaft zu informieren.

„Was wir in dieser Situation brauchen, ist ein klarer Fahrplan für die Umsetzung von Veranstaltungen“, sagt Kühnpast. „Und wir brauchen finanzielle Soforthilfen, um wirtschaftlich überleben zu können.“ Kühnpast betont aber auch, dass es nicht nur um Geld geht, sondern auch um Wertschätzung und darum, Gehör zu finden. „Aktuell fühlen wir uns etwas vergessen und teilweise sogar ignoriert“, so Kühnpast. „Wir sind keine Spaßbranche. Wir sind ein inhabergeführter mittelständischer Betrieb und seit Jahrzehnten eine engagierte Ausbildungsstätte. Die Veranstaltungsindustrie ist ein Wirtschaftsmotor. In unserer Branche arbeiten eine Million Menschen, sie generiert 130 Milliarden Euro Umsatz jährlich und sie gehört damit zu den größten Arbeitgebern Deutschlands. Daher wünschen wir uns, dass es gelingt, auch für größere Veranstaltungen Hygienekonzepte und Rahmenbedingungen zu entwickeln, die es bald wieder möglich machen, Konzerte oder Veranstaltungen stattfinden zu lassen. Denn gerade im Geschäftsfeld des Konzert- und Tourneebetriebs gibt es aktuell die größten Probleme.“

„Tatsächlich leidet die Veranstaltungswirtschaft besonders“, sagt Tigges. „Großveranstaltungen sind wegen der Infektionsgefahr einfach zu gefährlich und deshalb noch mindestens bis zum 31. Oktober untersagt.“ „Um diese schwere Zeit zu überbrücken, hat das Land NRW Soforthilfen aufgelegt, die Fördermittel zwischen 9.000 und 25.000 Euro je nach Unternehmensgröße zur Verfügung stellen“, ergänzt Rehbaum. „Zusätzlich hat das Land ein eigenes Konjunkturpaket beschlossen, das insgesamt 3,6 Milliarden Euro umfasst. Davon kommen 185 Millionen Euro dem Bereich Kultur zugute. Hinzu kommt das Konjunkturpaket des Bundes.“

Das 1979 gegründete Unternehmen Tour Service Lichtdesign beschäftigt 15 Fachangestellte und arbeitet unter anderem für rechtlich-öffentliche Sender wie ARD und ZDF, aber auch für Unternehmen wie die Telekom, BMW oder Bertelsmann sowie für Städte und Kommunen.

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